Mulesing

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Sind die Garne von Schachenmayr und Schachenmayr REGIA mulesing-frei?

 

Unsere Garne sollen mit ruhigem Gewissen und Freude verwendet werden, daher verarbeiten wir entsprechend unserer Leitlinien zum Tierschutz für unsere Produkte mulesing-freie Rohwolle. Diesen respektvollen Umgang mit der Natur und allen Lebewesen erwarten wir auch von unseren Lieferanten und haben diese verpflichtet, nur Rohwolle mulesing-freier Herkunft zu beziehen und zu verarbeiten. Dies lassen wir uns von unseren Lieferanten verbindlich bestätigen.

 

Die mit Tierleid verbundene Praxis des Mulesing steht im Zusammenhang mit der Gewinnung von Merinowolle in Australien. Dort wird dies teilweise angewendet, um die Merinoschafe vor Parasitenbefall zu schützen. In anderen Herkunftsländern von Merinowolle ist die Praxis des Mulesing entweder gesetzlich verboten oder aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht notwendig.

 

 

Schachenmayr REGIA Sockenwolle

 

Die REGIA Sockenwolle setzt sich aus 25% Polyamid sowie 75% Schurwolle zusammen. Die Rohwolle für diesen Schurwollanteil stammt nicht aus Australien und auch nicht vom Merinoschaf, sondern von verschiedenen Schafrassen aus Deutschland und Südamerika, deren Fasern dem Robustheitsanspruch unserer Sockenwolle besonders gut gerecht werden. Somit beziehen wir die Rohmaterialien für REGIA aus Regionen, in denen die Praxis des Mulesing nicht angewendet wird.

 

 

Schachenmayr MERINO Garne

 

Die Rohwolle für unsere Garne mit Merinofasern stammt nicht aus Australien sondern wird aus Südamerika und Südafrika bezogen, wo Mulesing nicht angewendet wird.

 

 

Mulesing in Australien und Neuseeland

 

Die australischen Merinoschafe sind besonders gefährdet, durch den Befall mit Lucilia cuprina, (deutsch: Fliegenmade) schmerzhafte und schwächende Zustände zu erleiden, die häufig auch zum Tod der Tiere führen. Die Fliegenmade wurde in den frühen 1900er Jahren in Australien eingeschleppt und stellt seither ein großes Risiko für die Gesundheit und das Wohlergehen der australischen Schafe dar.

 

Viele Jahre schien die Praxis des Mulesing die effektivste Art, die Tiere dauerhaft vor dem Befall zu schützen. Mulesing ist für die Tiere allerdings sehr schmerzhaft und quälend und lässt sich nicht mit dem heutigen Verständnis von Tierschutz vereinbaren. Der Verband der Australischen Schafzüchter hat im Jahr 2005 ein Programm gestartet, um Alternativen zu Mulesing zu fördern und zumindest bei der Mulesing-Behandlung den Tieren eine Betäubung und Schmerzmittel zu verabreichen.

 

Die Herkunft aus Australien bedeutet somit nicht zwangsläufig, dass diese Wolle nicht mulesing-frei ist. Neuseeland wird ebenfalls häufig im Zusammenhang mit Mulesing genannt, dort ist diese Praxis inzwischen verboten.

 

 

Fotos: Die stimmungsvollen Fotos der Schafe haben wir auf Pixabay (Link: https://pixabay.com/) gefunden - Pixabay ist eine kreative Community, die Bilder und Videos frei von Urheberrechten mit anderen teilt. Wir haben dabei nicht darauf geachtet, welche Rasse oder Herkunft die gezeigten Schafe haben.    

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